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Bindungsorientierte Rückführung.
1.2

Rückführung! Die Vorwärts gehen soll.

Das was da hinter uns liegt, war wohl zum Teil nicht so gut. Das was vor uns liegt soll besser werden. Also nennen wir es doch eher gemeinsame Zukunftsgestaltung  als denn Rückführung.

Bindungsorientierte "Rückführungs"-praxis ist in erster Linie eine Haltungsfrage der Fachkräfte und fordert konsequent darauf aufbauend im zweiten Schritt ein praxistaugliches und auf Partizipation beruhendes Konzept. Hierbei ist es das Ziel,  alle !!  Beteiligten des kindlichen Bindungssystem einzubeziehen und zu kreativen Lösungen zu gelangen.

Wir sprechen hier von nach vorwärts gerichteter Entwicklung und vermeiden Polarisierung. Im Zu-Rück liegt irgend etwas, was die Familie so nicht mehr umsetzen möchte, was nicht gut getan hat. Gemeinsam ist es daher das Ziel,  diese gute Krise zu nutzen, um für die Familie in eine neue "in die Zukunft gerichtete positive Möglichkeit" zu entwickeln, zu üben und zu integrieren.

In diesem Ansatz liegt der Fokus in hohem Maße auf dem Bindungssystem und den Bindungsbedürfnissen des Kindes bei gleichzeitiger Respektierung des Schutzbedürfnisses einer jeder Person. Ursprungsfamilie und begleitende Pflegefamilie(n) oder stationäre Einrichtungen sind kein sich gegenseitig ausschließende und konkurrierende Systeme, sondern ergänzend und zusammengehörend. Wir sprechen daher aber auch nicht von Pflege“mutter“  und Pflege“vater“, sondern von Co-Familien.

Es gilt:
Nicht entweder - oder ist die Haltung,
sondern ein sowohl als auch!


ELTERNARBEIT wird hier GROß geschrieben und FETT gedruckt, denn es bildet das Kernstück der Arbeit vom aller ersten Tag an. Damit ist die Arbeit mit den Herkunftseltern ebenso gemeint, wie mit den Pflegeeltern bzw. dem stationären Team der Bezugsbetreuung. Wir lernen gemeinsam.  

Das übergeordnete Ziel dieses Ansatzes liegt darin,
den

  • Bindungserhalt zu sichern, egal wie der aktuelle Lebensmittelpunkt des Kindes sich heraus kristallisiert und /oder sich in Zukunft auch wieder ändern kann.
  • Niemand muss sich konkurrierend darstellen, das bessere Familiensystem zu sein oder Ängste zu entwickeln, das Kind zu verlieren, bzw. die Bezugspersonen zu verlieren.
  • Der Schwerpunkt liegt auf einer gemeinsamen Entwicklung,
  • so dass die Garantie gegeben wird, dass jede Beziehung erhalten bleibt, sowie die minimalste Grundlage der gemeinsamen Kooperation möglich ist. Und
  • dass jede Beziehung respektiert und gepflegt wird, und das geht sogar auch in Abwesendheit bestimmter Bindungssysteme, wenn es ihnen nicht möglich ist zur Zeit zu kooperieren.  
  • Das zentrale langfristige Ziel ist der Wunsch, dass es allen Personen im System längfristig gesehen gut geht und
  • das Kind sich freut, weil die Erwachsenen für sich neue Wege und Entwicklungen machen und dabei Unterstützung erhalten.



Das hört sich verklärt und idealisiert an, ist es auch. Mit recht. Wir sollen an die Träume von Menschen und die Sehnsucht nach Bindung zu den geliebten Menschen glauben und das unmöglich erscheinende gemeinsam möglich machen. Wir sind die Personen, die nicht aufgeben sollten nach den möglichst starken Kontakt- und Behziehungswegen zu suchen.

Die Kinder werden durch diese möglich werdende Beruhigung des Systems befähigt, sich wieder mehr auf sich selber zu konzentrieren, wieder zu lernen und sich zu entspannen, anstatt in Loyalitätskonflikten oder in Sorge um die "zurückgelassenen" Eltern und Familienmitgliedern aus ihrer lernenden Kindposition in eine "versorgende Erwachsenenposition" zu gehen.  

Sie sind an diesem Konzept interessiert? Sprechen Sie uns an, wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam Ihre Inhouse-Fortbildung nach Ihren Wünschen, Zielen und Möglichkeiten.

Aktuell gibt es keine Angebote

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Themen dieser Fortbildung

  • Basiskenntnisse des bindungsorientierten Arbeitsansatzes
  • Systemdynamik in sogenannten Rückführungsprozessen
  • neue Ansätze und Best Practice Beispiele
  • Neue Wege in der Elternarbeit
  • Familiensysteme kreativ und vom Kind aus gedacht
  • das passende Konzept für Ihre Einrichrung



Die Fortbildung geht über zwei Tage

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Catharina Hübner • Diplom Psychologin, systemische Therapeutin • Impressum   Datenschutz